Fair Play Tour d‘Europe




Fair Play Tour d‘Europe
Fair Play Tour d‘Europe

Insgesamt 800 Kilometer Fahrradstrecke in einer Woche, mehr als 300 Schüler aus mindestens 4 verschiedenen Nationen und eine Summe von 2,5 Millionen Euro Spendengeldern in 15 Jahren, das sind die Zahlen der alljährlich in dem Kooperationsraum Großregion stattfindenden Fair Play Tour d‘Europe. Der Kooperationsraum setzt sich aus den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland, dem Großherzogtum Luxemburg, sowie der französischen Region Lothringen und der belgischen Wallonie zusammen und betrachtet die Fair Play Tour als ihr wichtigstes Jugendprojekt. Während die Großregion ein Musterbeispiel für wirtschaftliche, soziale und politische Zusammenarbeit in Europa darstellt, soll die Fair Play Tour vor allem Toleranz, Fairness und Teamgeist unter den Teilnehmern stärken. Das Fahren in großen Gruppen erfordert Disziplin, die Unterstützung schwächerer oder behinderter Mitfahrer entwickelt den Teamgedanken, ein gutes Benehmen bei der Essensausgabe und Rücksichtnahme in den Schlafquartieren fördert Toleranz und Respekt.

Spaß soll die Aktion natürlich auch machen. Die Tour durch die Landschaften und Städte von insgesamt 4 Nationen ist ein wahres Erlebnis und das Wissen, 800 Kilometer nur mit der Kraft seiner Beine zurückgelegt zu haben, ist zweifelsfrei ein Gewinn für das Selbstbewusstsein eines jeden Teilnehmers.

Der Tourplan des Jahres 2013 zeigt, dass sich die Organisatoren, zu denen der EuroSportPool, der Landessportbund Rheinland-Pfalz und die Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports zählen, reichlich Mühe bei der Zusammenstellung eines interessanten Programms gemacht haben.

Von Startpunkt im rheinland-pfälzischen Jünkerath führte der Weg über die belgischen Ortschaften Kelmis und Vielsam nach Mersch in Luxemburg und somit durch malerische Abschnitte der Eifel, wie dem Naturpark Hohes Venn. Der französische Etappenort Metz stellt mit seiner Altstadt und zahllosen historischen Monumenten, wie der Kathedrale oder dem Bahnhof im neo-romanisch – wilhelminischen Stil, eine Attraktion an sich dar. Von dort ging es über Saarbrücken und Homburg in einem Bogen zum Zielort Trier, eine der ältesten Städte in Deutschland und mit ihrer Porta Nigra und den Kaiserthermen jederzeit einen Besuch wert.

Die Fair Play Tour d’Europe ist ein Wohltätigkeits-Projekt, dass ohne die Unterstützung seiner zahlreichen Sponsoren nicht möglich wäre. Neben zahlreichen lokalen Organisationen und Jugendvereinen wie dem Jugendamt Daun und dem Jugendhof Wolf in Traben-Trarbach zählen auch große Unternehmen wie Hertz Autovermietung zu den freundlichen Unterstützern.

Seit dem Start des Fair Play Tour im Jahre 1999 bemühen sich Veranstalter und Teilnehmer um die Erhebung von Spendengeldern für die Unterstützung der Welthungerhilfe und Projekte im rheinland-pfälzischen Partnerstaat Ruanda. Teilnehmende Schulen engagieren sich dabei mit der Durchführung eines Wohltätigkeitslaufes, während die Radler der Fair Play Tour Geld für jeden gefahrenen Kilometer sammeln. In den letzten 15 Jahren konnte man damit insgesamt rund 2,5 Millionen Euro erheben, die in Projekte wie den Wiederaufbau der Primärschule Bweramvura im ruandischen Distrikt Ruhango eingeflossen sind.




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